Ein Preis für eine Frage, die alle betrifft: Was macht Künstliche Intelligenz mit unserem Alltag – und wie behalten wir die Gestaltung in der Hand? „AI Impact – Wir mit KI“ hat am Dienstagabend, dem 20. Oktober, den Sonderpreis der Jury beim Weiterbildungspreis Rheinland-Pfalz 2026 erhalten. Wissenschaftsminister Clemens Hoch überreichte die Auszeichnung, Trägerin des Projekts ist das Zentrum Bildung und Gesellschaft der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN).
Der Weiterbildungspreis würdigt Projekte mit Vorbildcharakter. „Die eingereichten und ausgezeichneten Projekte des diesjährigen Weiterbildungspreises machen die Vielfalt und Innovationskraft der Weiterbildung in Rheinland-Pfalz sichtbar“, sagte Minister Clemens Hoch bei der Preisverleihung. Den prämierten Projekten sei es gelungen, unterschiedliche Perspektiven zu berücksichtigen und Menschen dabei zu unterstützen, ihre Umgebung aktiv mitzugestalten.
Ute Friedrich, Vorsitzende des Landesbeirats für Weiterbildung, lobte die Arbeit der Trägerinnen und Träger: „Die ausgezeichneten Projekte zeigen, wie Weiterbildung konkrete Fragen aus dem Alltag aufgreift und in passende Lernangebote übersetzt. Dafür braucht es fachliche Erfahrung, gute Ideen und den Mut, neue Formate auszuprobieren.“
KI-Kompetenz für alle
Künstliche Intelligenz verändert Arbeitswelt, Bildung und Kultur. Viele Menschen fragen sich, wie sie diese Technologie nutzen, einordnen und mitgestalten sollen. Genau hier setzt „AI Impact – Wir mit KI“ an. Das Projekt verbindet Online-Kurse, Workshops, Fachtage und praktische Entwicklungsräume zu einem Bildungsangebot rund um Künstliche Intelligenz. Multiplikator*innen setzen sich mit KI-Anwendungen auseinander und entwickeln eigene Bildungsszenarien für ihre Praxis – von der Erwachsenenbildung über die Sozialarbeit bis zur Gemeindearbeit.
Im Jahr 2025 vernetzte das Projekt „AI-Impact – Wir mit KI“ in mehr als 30 Workshops, Fachtagen und Online-Kursen Akteur*innen aus Bildung, Sozialarbeit und Zivilgesellschaft. Drei Fragen standen im Mittelpunkt: Wie verändert KI Meinungsbildung, soziale Beziehungen und Alltag? Welche Kompetenzen brauchen Bildende, um KI sinnvoll einzusetzen? Und wie lassen sich Chancen nutzen und Risiken begrenzen?
Ergebnisse frei zugänglich
Wie das Projekt verlief und was am Ende bleibt, kann jede*r nachlesen und weiterverwenden: Blogbeiträge, KI-gestützte Wimmelbilder, eine digitale Ausstellung und eine Publikation – alles frei zugänglich. Das 96-seitige Buch „Wir mit KI – Künstliche Intelligenz verstehen und kompetent nutzen“ bündelt Methoden für die Praxis, rechtliche Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Perspektiven. Es ist kostenlos über die Website als PDF erhältlich.
Wer dahintersteckt
Organisiert hat das Projekt das Zentrum Bildung und Gesellschaft der EKHN, die Projektleitung lag bei Tobias Albers-Heinemann und Lukas Spahlinger, unterstützt durch Nina Voborsky, Teamleiterin Bildung, Vermittlung und Besucherservice und Medienpädagogin im Museum für Kommunikation in Frankfurt sowie dem Hessencampus Darmstadt. Gefördert wurde das Vorhaben vom Land Hessen im Rahmen von Hessencampus 2025.
Alle Materialien stehen frei zugänglich unter wir-mit-ki.de bereit.
