StartseiteBildungskonferenz der EKHN: „Mit Bildung Zukunft gestalten – gemeinsam, vernetzt, nachhaltig“

Bildungskonferenz der EKHN: „Mit Bildung Zukunft gestalten – gemeinsam, vernetzt, nachhaltig“

Erstellt am: 27.05.2026 - 09:39 Uhr

Erfinderisches Problemlösen und der Dialog der Extreme: So lauteten zwei der sechs Workshops, in denen sich die Teilnehmenden der 11. Bildungskonferenz der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) mit dem Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) auseinandersetzten. Rund 100 haupt- und ehrenamtliche Bildungsakteur*innen der EKHN kamen auf Einladung von Kirchenpräsidentin Prof. Dr. Christiane Tietz Mitte Mai nach Darmstadt, um in den Räumen des Zentrums Bildung und Gesellschaft und des Zentrums Bildung in Kindheit und Jugend die gemeinsame Weiterentwicklung evangelischer Bildungsarbeit im Sinne der BNE in den Blick zu nehmen. „Bildung hat in der modernen Gesellschaft und in unserer Kirche einen hohen Stellenwert“, betonte die Kirchenpräsidentin bereits in ihrer Einladung. „Sie entscheidet maßgeblich über Lebenschancen und befähigt Menschen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.“ In ihrem geistlichen Impuls betonte sie die besondere Bedeutung von Resonanzräumen, die in der Kirche Möglichkeiten bieten, sich über BNE auszutauschen und BNE in die eigene Arbeit zu integrieren. Auch Oberkirchenrat André Witte-Karp unterstrich die Bedeutung von BNE für kirchliche Bildungsarbeit.

Bildung für nachhaltige Entwicklung als fester Bestandteil evangelischen Bildungshandelns

„Hochwertige Bildung“ ist das vierte der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDG), zu deren Umsetzung sich die EKHN in ihren strategischen Zielen des Zukunftsprozesses ekhn2030 verpflichtet hat. Beim Unterpunkt BNE geht es vor allem darum, Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln zu befähigen und Grundlagenwissen zur Bewältigung komplexer gesellschaftlicher Herausforderungen zu vermitteln. Diese klaren Ziele wurden auf der Bildungskonferenz ganz praktisch, arbeits- und lebensdienlich für die EKHN heruntergebrochen und im Kontext des eigenen Bildungshandelns und dessen zukünftiger Ausrichtung reflektiert – als Lehrende und Lernende mit BNE-Kompetenz. So wurden zum Beispiel Maßnahmen zur Demokratieförderung im ländlichen Raum entwickelt, Bildungsmaterialien zum Globalen Lernen erarbeitet und das erfolgreiche Praxisbeispiel „Apfel & Möhre: Klimagesundes Kita-Essen“ vorgestellt.

„Unser Ziel ist eine BNE, die nicht nur über Nachhaltigkeit informiert, sondern als Lernform selbst nachhaltigkeitsfähig wird“, sagt Mike Breitbart, Referent für Erwachsenenbildung im Zentrum Bildung und Gesellschaft und Mitglied des Vorbereitungsteams: „Partizipativ, kontrovers, wertreflexiv, demokratisch, empathisch und handlungsorientiert“ ergänzt Pfarrer Dr. Hubert Meisinger, theologischer Referent für Umweltfragen im Zentrum. Dementsprechend wurden auch die zwölf sogenannten BNE-Kompetenzen vorgestellt, bei denen Empathie eine nicht unwichtige Rolle spielt – ein geeigneter Anknüpfungspunkt für eine Kirche, die die Liebe des Nächsten und der Übernächsten ins Zentrum ihres Handelns stellt.

Nachhaltige Entwicklung – praxisnah und ansprechend

Begleitend zum Programm waren die siebzehn SDG-Koffer des Zentrums Ökumene von EKHN und EKKW ausgestellt, die künstlerisch inspirieren, über die siebzehn nachhaltigen Entwicklungsziele der UN nachzudenken. Wer wollte, konnte das Zukunftsbild einer klimaneutralen und nachhaltigen EKHN puzzeln.

Mit einem Reisesegen wurde der Tag beendet: Gott segne deinen Blick – freundlich und warm. Gott stärke deine Hände – zum Teilen, Bewahren, Versöhnen. Gott fülle deinen Weg mit Freude und Zuversicht – heute, in dieser Woche und lange darüber hinaus. So segne dich der barmherzige Gott: Vater und Mutter, Sohn und Heilige Geisteskraft. Amen.

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