StartseiteSechs Meter großer Erdball im Kirchenschiff: New Yorker Kunstinstallation GAIA zu Gast in Alzey und Mainz

Sechs Meter großer Erdball im Kirchenschiff: New Yorker Kunstinstallation GAIA zu Gast in Alzey und Mainz

Erstellt am: 28.05.2026 - 10:02 Uhr

Wenn es neben dem Menschen weiteres, außerirdisches Leben in der Schöpfung gäbe, wie könnte eine Botschaft aus einer christlichen Perspektive aussehen, mit der wir auf uns aufmerksam machen würden? Könnten wir uns als altruistische, liebende Wesen darstellen, die die Hand zu einer freundlichen Begegnung ausstrecken? Oder sollten wir besser Mimikrie spielen und uns verbergen, da es alles andere als selbstverständlich ist, dass außerirdisches Leben uns freundlich begegnen will? Was lernen wir daraus für die Begegnung unterschiedlicher Kulturen hier auf unserem wunderbaren blauen Planeten?

Mit diesen Fragen beschäftigte sich Pfarrer Dr. Hubert Meisinger, theologischer Referent für Umweltfragen im Zentrum Bildung und Gesellschaft, in seinem Vortrag „Extraterrestrische Intelligenz und Altruismus“ anlässlich des Kunstprojekts „GAIA – Zwischen Himmel und Erde“ in der Nikolaikirche in Alzey. Das Evangelische Dekanat Alzey-Wöllstein hatte die berühmte Kunstinstallation nach Rheinhessen geholt und ein umfangreiches Begleitprogramm dazu organisiert. „Wer die Einzigartigkeit jedes einzelnen Lebewesens anerkennt“, ist Dr. Meisinger überzeugt. „wird auch der oder dem Anderen in Freundschaft, gegenseitiger Anerkennung und einer gewissen Demut begegnen – sei es hier auf der Erde oder phantasievoll interstellar betrachtet“.

GAIA – Zwischen Himmel und Erde
Ein von innen beleuchteter Erdball mit sechs Metern Durchmesser schwebt im Kirchenschiff und dreht sich langsam um sich selbst. Die Kunstinstallation des britischen Künstlers Luke Jerram ermöglicht den Besucher*innen einen einmaligen Blick auf den blauen Planeten. Diese besondere Perspektive auf die Erde hat man sonst nur aus dem Weltall, z.B. als Astronaut auf der ISS. Die Kunstinstallation möchte auf die Verbindung allen Lebens auf der Erde aufmerksam machen. Zugleich regt sie zu einem nachhaltigen und ressourcenschonenden Umgang mit unserem Planeten an: Wer ‚Gaia‘ schon einmal live gesehen hat, berichtet von einem ehrfürchtigen Gefühl.

Die kosmischen Kunstwerke des britischen Installationskünstlers Luke Jerram, die neben der Erde auch den Mond, den Mars und aktuell die Sonne zum Ausgangspunkt nehmen, werden in aller Welt gezeigt, von New York bis Peking. Auch GAIA reist schon seit acht Jahren um die Erde – von England über Asien bis nach Australien.
Die Kunstinstallation ist noch bis zum 3. Juni in der Alzeyer Nikolaikirche zu sehen. Vom 13. September bis zum 4. Oktober wird sie in der Evangelischen Christuskirche in Mainz (Kaiserstraße 56, 55116 Mainz) ausgestellt sein.

Foto: Anke Gersie

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