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Synodaler Abend zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Evangelischen Dekanat Dreieich-Rodgau

Erstellt am: 24.05.2026 - 21:37 Uhr

Die Themen „Klima“ und „Nachhaltigkeit“ standen im Mittelpunkt eines Abends, zu dem das Evangelische Dekanat Dreieich-Rodgau ins Gemeindehaus der Dietzenbacher Christus-Gemeinde eingeladen hatte. Mitglieder der Dekanatssynode und Interessierte aus den Kirchengemeinden waren zusammengekommen, um sich mit der Fragestellung auseinanderzusetzen, wie Kirche konkret nachhaltiger werden kann – und was dies für Gebäude, Beschaffung und Mobilität vor Ort bedeutet.
In seiner Andacht verwies Dekan Steffen Held augenzwinkernd auf die „protestantische Halsstarrigkeit“, die Menschen angesichts schier unlösbarer Aufgaben dennoch nicht aufgeben lasse. „Stattdessen schauen wir, wo wir im Kleinen unseren Beitrag leisten und damit zusammen mit vielen anderen Großes bewirken können“, ermutigte Held die Anwesenden.
Kathrin Saudhof, Referentin für Klimaschutz im Zentrum Bildung und Gesellschaft, vermittelte zu Beginn zentrale Grundlagen zum Klimaschutzgesetz, dem Klimaschutzplan sowie der Nachhaltigkeitsstrategie der Landeskirche. In einem zweiten inhaltlichen Impuls richteten Elke Suden und Tim Brendle-Behnisch von der EKHN-Liegenschaftsabteilung den Blick auf den Bereich Bau und Gebäude – einem zentralen Handlungsfeld für kirchlichen Klimaschutz.
In drei Workshops beschäftigten sich die Teilnehmenden sodann mit den Themen Bau, Beschaffung und Mobilität. „Wir wollten eine Plattform für Information, Diskussion und gemeinsame Orientierung bieten – mit Blick auf die Herausforderungen des Klimaschutzes ebenso wie auf konkrete Handlungsmöglichkeiten in Gemeinden und Nachbarschaftsräumen,“ erläuterte Dr. Michael Grevel das Veranstaltungsformat. Besonders beeindruckt zeigte sich der Präses der Dekanatssynode vom intensiven Austausch. Dabei sei es gelungen, Erfahrungen zu teilen, Fragen zu klären und Ansätze für die praktische Umsetzung vor Ort zu entwickeln. An diesem Abend stellte sich auch Lisa Stadtherr vor, die Inhaberin der neuen Klimaschutzstelle des Dekanats vor: Die 34-Jährige unterstützt Gemeinden und Nachbarschaftsräume im Evangelischen Dekanat Dreieich-Rodgau bei der Umsetzung konkreter Klimaschutzmaßnahmen.

Zum Hintergrund: Förderprojekt Klimaschutz-Koordination
Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat sich zum Ziel gesetzt, ihre Treibhausgasemissionen bis 2035 um 90 Prozent zu verringern und bis Ende 2045 treibhausgasneutral zu sein. Daher verstärkt sie ihren personellen als auch materiellen Einsatz. Im Rahmen eines vierjährigen Projekts wurden in sieben Dekanaten Personalstellen zur Klimaschutzkoordination geschaffen, die den Klimaschutz regional ausbauen und intensivieren sollen, darunter das Evangelische Dekanat Dreieich-Rodgau. Damit wird der Weg zur Klimaneutralität im engen Austausch mit den entsprechenden Fachstellen in den Dekanaten und in Kooperation mit weiteren regionalen bzw. kommunalen Organisationen und Einrichtungen strategisch und aktiv angegangen. 
Gefördert wird das Projekt durch die Kommunalrichtlinie der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesumweltministeriums sowie durch den Zukunftsfonds der EKHN.

Foto: Kunert / Ev. Dekanat Dreieich-Rodgau

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