Politische Medienbildung

Die digitale Transformation verändert, wie (junge) Menschen kommunizieren, lernen und sich politisch beteiligen. Sie prägt Lebenswelten und damit auch die Aufgaben politischer Jugendbildung. Viele junge Menschen bewegen sich selbstverständlich in digitalen Räumen. Ihre Mediennutzung ist identitätsbildend und ermöglicht soziale Vernetzung, die Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen und individuellen Selbstausdruck. Zugleich sind digitale Räume von Machtverhältnissen, Desinformation und Ungleichheit geprägt. Politische Jugendbildung bietet jungen Menschen Orientierung und befähigt sie, digitale Räume kritisch, reflektiert und selbstbestimmt zu nutzen.

Politische Medienbildung bedeutet daher weit mehr als der sichere Umgang mit digitalen Tools. Sie eröffnet Räume, in denen Jugendliche digitale Technologien als politische Gestaltungsfelder begreifen und sich als aktive Akteur:innen demokratischer Prozesse erleben. Sie lernen, wie Algorithmen Meinungsbildung beeinflussen, welche Chancen und Risiken Künstliche Intelligenz birgt, wie Datenschutz, Nachhaltigkeit und digitale Gerechtigkeit zusammenhängen und wie sie selbst digitale Teilhabe mitgestalten können.

(Digitale) Bildungsangebote müssen dabei lebensweltorientiert, niedrigschwellig und partizipativ gestaltet sein. Sie schaffen Erfahrungsräume, in denen junge Menschen eigene Perspektiven einbringen, sich austauschen und demokratische Werte auch im digitalen Raum leben. Innovative Formate wie Game-based Learning fördern spielerisches Lernen, kreatives Denken und ermöglichen es Jugendlichen, politische Themen interaktiv und erfahrungsorientiert zu erkunden, Handlungsoptionen im geschützten Rahmen auszutesten und eine eigene Haltung zu entwickeln. So werden digitale Souveränität, kritische Medienkompetenz und gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein gestärkt.

Multiplikator:innen spielen in diesem Prozess eine zentrale Rolle. Sie tragen politische Jugendbildung in ihre jeweiligen Kontexte, machen jugendliche Lebenswelten sichtbar und schaffen Verbindungen. Durch Kooperationen, Fortbildungen und gemeinsame Projekte entstehen viele Netzwerke, die politische Medienbildung weiterentwickeln und nachhaltig verankern. Digitale Transformationprozesse werden als Chance verstanden, um neu zu denken und gemeinsam mit jungen Menschen Zukunft zu gestalten.

 

Ansprechpartnerin


Katharina Adams

Referentin für gesellschaftspolitische Jugendbildung
Telefon: 06131 28744-49
katharina.adams(at)ekhn.de

 


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