Sozialökologische Transformation
Die sozialökologische Transformation beschreibt tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen, die notwendig sind, um ökologisch tragfähige, sozial gerechte und demokratische Zukünfte zu gestalten. Klimawandel, Ressourcenknappheit, Biodiversitätsverlust und soziale Ungleichheit fordern ein Umdenken in Politik, Wirtschaft und Alltag. Diese Herausforderungen prägen die Lebenswelten junger Menschen und zukünftiger Generationen und werfen Fragen nach Gerechtigkeit, Verantwortung und Teilhabe auf. Politische Jugendbildung greift diese Themen auf, schafft Orientierung und befähigt Jugendliche, Transformationsprozesse kritisch zu verstehen und aktiv mitzugestalten.
Transformative Bildung zielt darauf, bestehende Denkmuster zu hinterfragen, neue Werte und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und nachhaltige Lebensweisen zu erproben. Dabei steht nicht nur Wissen, sondern vor allem Haltung, Reflexion und gemeinsames Handeln im Mittelpunkt. Hierfür braucht es Erfahrungsräume, in denen Jugendliche globale Zusammenhänge erkennen und eigene Handlungsmöglichkeiten entdecken. Welche Chancen eröffnet Digitalisierung, um nachhaltige Lebensweisen zu gestalten und welche Risiken entstehen durch Ressourcenverbrauch, Energiebedarf oder Datenmacht? Wie beeinflussen Algorithmen und Künstliche Intelligenz hierbei Entscheidungsprozesse in Politik, Wirtschaft und Alltag und inwieweit tragen digitale Technologien zur globalen Gerechtigkeit bei? Solche Fragen zeigen, dass Digitalisierung und Nachhaltigkeit eng miteinander verwoben sind und Transformationsprozesse neue Denk- und Lernräume erfordern. Junge Menschen erproben, wie eng ökologische Grenzen, gesellschaftliche Teilhabe, wirtschaftliche Praktiken und Fragen globaler Gerechtigkeit miteinander verknüpft sind und wie demokratische Aushandlung Räume für tiefgreifenden Wandel eröffnet.
Politische Bildung stärkt junge Menschen darin, Position zu beziehen, solidarisch zu handeln und zukunftsfähige Lebensweisen zu erproben. Dabei geht es um Selbstwirksamkeitserfahrungen: Es entstehen Ideen, wie Mobilität, Konsum, Energie oder Ernährung gerechter und nachhaltiger gestaltet werden können. In Game-based Learning Formaten werden Transformationsfragen als gemeinsame Lern- und Gestaltungsprozesse konkret erfahrbar.
Multiplikator:innen unterstützen (junge) Menschen auf diesem Weg, indem sie Lernräume eröffnen, die ökologisches Bewusstsein mit sozialer Gerechtigkeit verbinden und transformative Lernprozesse für gesellschaftliche Mitgestaltung ermöglichen. Durch Kooperationen zwischen außerschulischer Jugendbildung, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik entstehen Netzwerke, die Wissen, Engagement und Innovation bündeln – und sozialökologische Transformation zu einem Lernfeld für demokratische Praxis machen, in dem junge Menschen Zukunft aktiv mitgestalten.
Ansprechpartnerin

Katharina Adams
Referentin für gesellschaftspolitische Jugendbildung
Telefon: 06131 28744-49
katharina.adams(at)ekhn.de