Grüner Hahn
Der Traum von einer Kirchengemeinde, in der umweltfreundliches und nachhaltiges Handeln alltäglich gelebt wird…
- Wo man bewusst mit Energie, Wasser und anderen Ressourcen umgeht
- Wo Pflanzen und Tiere ihren Platz finden
- Wo beim Einkauf auf ökologische und faire Lebensmittel und Produkte geachtet wird
- Wo die Kirchenmitglieder gern zu Fuß, mit dem Fahrrad oder in Fahrgemeinschaften zum Gottesdienst kommen
- Wo kreative Ideen umgesetzt werden, wie man das Leben noch nachhaltiger gestalten könnte
…kann Schritt für Schritt in Erfüllung gehen!
Das kirchliche Umweltmanagement „Der Grüne Hahn“ hilft dabei.
Potenziale
Folgende Ziele* können durch die schrittweise Veränderung des kirchlichen Handelns hin zu mehr Nachhaltigkeit erreicht werden – und das ohne große Investitionen:
- bis zu 10% weniger Restmüll
- bis zu 20% weniger Wasserverbrauch
- bis zu 30% weniger Wärmeenergieverbrauch (Heizung)
- bis zu 40% weniger Stromverbrauch
*nach Erfahrungen der ev. Landeskirchen in Baden und Bayern, in denen der „Grüne Hahn“ bereits seit vielen Jahren etabliert ist.
Wird der Verbrauch von Energie und Wasser reduziert, sinken in der Regel auch die Kosten, so dass mehr Geld für andere Aktivitäten übrigbleibt.
Was ist der „Grüne Hahn“?
Der Grüne Hahn ist ein System, mit dem man die Umweltauswirkungen in einer Kirchengemeinde oder kirchlichen Einrichtung regelmäßig erfasst und kontrolliert. Das Ziel ist, mit konkreten Verbesserungsmaßnahmen positive Auswirkungen auf die Umwelt zu verstärken und negative zu verringern. Der Schwerpunkt liegt beim Klimaschutz und der Förderung der biologischen Vielfalt – zwei existenziellen Themen unserer Zeit. Zudem ist die Bildungsarbeit ein wichtiger Teil des Umweltmanagements, mit der Kirche viel(e) bewegen kann.
Vorgehen
Zu Beginn werden gemeinsam Leitlinien und Ziele festgelegt sowie klare Zuständigkeiten für die Umsetzung von Maßnahmen verabredet. Durch eine jährliche Routine nach dem klassischen Management-Konzept „Plan – Do – Check – Act“ („Planen – Umsetzen – Ergebnisse überprüfen – Nachsteuern“) werden stetige Verbesserungen erreicht, z.B. beim Verbrauch von Energie und Wasser, bei der naturnäheren Gestaltung der Außenanlagen oder beim Einkauf. Hat eine Kirchengemeinde oder kirchliche Einrichtung das Umweltmanagement eingeführt, so wird sie mit dem Zertifikat „Grüner Hahn“ ausgezeichnet.
Unterstützung und Förderung
Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen, die ein Umweltmanagement aufbauen wollen, bieten wir vielfältige Unterstützung an. Am Anfang steht die persönliche Beratung durch die Zertifizierungsstelle der EKHN im Zentrum Bildung und Gesellschaft. Zudem erhalten sie Zugang zum Portal gruener-hahn.net, auf dem anhand von fünf Fragen der Weg zur Zertifizierung begleitet wird. Dort gibt es genaue Anleitungen und Materialien zu den einzelnen Schritten. Wichtig sind zudem die ehrenamtlichen kirchlichen Umweltauditor*innen. Sie begleiten Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen auf dem Weg zum Zertifikat „Grüner Hahn“. Wir freuen uns über Menschen, die sich zur kirchlichen Umweltauditorin bzw. zum kirchlichen Umweltauditor qualifizieren möchten! Wir veranstalten regelmäßig Fortbildungskurse. Sprechen Sie uns an! Zur leichteren Verwaltung und Auswertung von z.B. Energieverbrauchsdaten stellt das ZBG eine Umweltmanagement-Software kostenlos zur Verfügung.
Zertifizierte Gemeinden und Einrichtungen können auf Antrag Zuschüsse von bis zu 2.500 Euro für die Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen erhalten. Zudem übernimmt das ZBG die Kosten für die Prozessbegleitung durch ein*e Umweltauditor*in und für die externe Prüfung vor der ersten Zertifizierung.
Dabei sein!
Viele Gemeinden sowie Dekanatsverwaltungen und andere kirchliche Einrichtungen der EKHN haben ein Umweltmanagement aufgebaut oder sind gerade dabei. Alle sind im Netzwerk „Grüner Hahn“ der EKHN zusammengeschlossen und treffen sie jährlich zum Austausch. Informationen zum Grünen Hahn finden Sie auch in diesem Flyer. Folgende Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen auf dem Gebiet der EKHN haben bisher das Zertifikat „Grüner Hahn“ erhalten:
- Ev. Kirchengemeinde Alzey
- Ev. Kirchengemeinde Bad Schwalbach
- Ev. Kirchengemeinde Ballersbach
- Ev. Kirchengemeinde Burgholzhausen
- Ev. Petrusgemeinde Darmstadt
- Ev. Familienzentrum Dautphe
- Ev. Christusgemeinde Dietzenbach
- Ev. Kirchengemeinde Herborn
- Ev. Dekanat Hochtaunus
- Ev. Dekanat Ingelheim Oppenheim
- Ev. Kirchengemeinde Köppern
- Ev. Maria-Magdalena-Gemeinde Mainz
- Ev. Kirchengemeinde Nastätten
- Ev. Kirchengemeinde Niedernhausen
- Ev. Studierendengemeinde Darmstadt
- Ev. Studierendenwohnheim Darmstadt
- Ev. Studierendengemeinde Gießen
- Ev. Dekanat Vorderer Odenwald
- Ev. Kirchengemeinde Wallau-Weifenbach
- Ev. Dekanat Westerwald
- Ev. Zusatzversorgungskasse - EZVK
- Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik gGmbH (GEP)
- Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung (ZGV) der EKHN
VCH-Hotel Spenerhaus Frankfurt

Kathrin Saudhof
Referentin für Klimaschutz
Telefon: 06131 28744-52
kathrin.saudhof(at)ekhn.de

Dorothee Becker
Sachbearbeitung
Telefon: 06131 28744-36
dorothee.becker(at)ekhn.de
