Identität - Gender – Diversität

Mit unseren Bildungsangeboten im Themenbereich Identität-Gender-Diversität wollen wir Multiplikator*innen in der Bildungsarbeit die Möglichkeit bieten, sich kritisch mit Konstruktionen von „Normalität“ auseinanderzusetzen, die für das gesellschaftliche Zusammenleben und auch für die Bildungsarbeit wirkmächtig sind.

Zentrale Frage- und Problemstellungen sind:

Soziale Identitäten und Normalitätskonstruktionen: Identität ist kein feststehendes Merkmal, sondern wird durch gesellschaftliche Normen geprägt. Doch wer legt fest, was „normal“ ist? Normalitätsvorstellungen entstehen durch kulturelle und politische Prozesse – und schaffen oft unbewusst Ausschlüsse. Eine kritische Reflexion stärkt Diversitätsbewusstsein und Machtsensibilität, um Vielfalt als Selbstverständlichkeit zu leben.

Geschlecht: Konstruktion, Differenz und Zuschreibungen: Geschlecht ist kein biologisches Schicksal, sondern wird kulturell und sozial geprägt. Gesellschaftliche Zuschreibungen – etwa zu Rollen, Fähigkeiten oder Verhaltensweisen – wirken oft unsichtbar, aber mächtig. Eine kritische Reflexion dieser Differenzen hilft, starre Vorstellungen aufubrechen und Vielfalt als Normalität zu begreifen.

Diversität als Realität – Vielfalt anerkennen und leben: Diversität ist Normalität. Eine vorurteilsbewusste Haltung erfordert, eigene Denkmuster zu reflektieren und Diskriminierung aktiv zu begegnen. Vielfalt bedeutet, unterschiedliche Lebensrealitäten und Mehrfachzugehörigkeiten wertzuschätzen – nicht nur zu tolerieren.

Geschlechtliche Identitäten und Selbstbestimmung: Geschlechtliche Vielfalt ist Realität – und verdient Sichtbarkeit. Selbstbestimmung bedeutet, jede*n in der eigenen Identität zu stärken. Da Identitätsprozesse oft nicht geradlinig verlaufen, braucht es Offenheit für Suchbewegungen, Unsicherheiten und Veränderungen.

Umgang mit Antifeminismus und Queerfeindlichkeit: Antifeminismus und Queerfeindlichkeit sind keine Meinungen, sondern Angriffe auf Gleichberechtigung und Vielfalt. Als Bildungseinrichtung gilt es, rechte Ideologien klar zu benennen und ihnen entgegenzutreten. Eine deutliche Positionierung, kombiniert mit konkreten Interventionsstrategien und Solidarität, stärkt betroffene Gruppen und schafft sichere Räume.


Unsere Zielsetzung: eine gendersensible und inklusive Bildung und Gesellschaft

  • Gendersensible Strukturen stärken: In Bildungsinstitutionen geschlechtersensibel auf Sprache, Bildungsmaterialien, Inhalte und Personalentwicklung achten.
  • Vielfalt in Lernumgebungen ermöglichen: Lernräume so gestalten sein, dass alle sich zugehörig fühlen – unabhängig von Gender, Herkunft, Fähigkeiten usw.
  • Teilhabe ermöglichen: Strukturen und Angebote so gestalten, dass niemand ausgeschlossen wird.

 

Dr. Christiane Wessels

Referentin für politische und kulturelle Bildung
Telefon: 06151 6690-187
christiane.wessels(at)ekhn.de

 

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