Erwerbslosigkeit
Erwerbslosigkeit ist nach wie vor ein großes soziales Problem in Deutschland. Trotz Fachkräftemangel und demographischen Wandels gibt es nach wie vor eine hohe Sockelarbeitslosigkeit. Insbesondere, die seit Jahren bei ca. einer Million stagnierende Zahl von langzeitarbeitslosen Menschen stellt eine große Herausforderung für die Arbeitsmarktpolitik dar.
Langzeiterwerbslose haben auf dem Arbeitsmarkt schlechtere Eingliederungschancen, sind öfter von prekärer Beschäftigung betroffen und wechseln häufig zwischen kurzen Zeiten der Beschäftigung und Zeiten der Erwerbslosigkeit. Erwerbslosigkeit ist für Betroffene häufig ein Schicksal, das individuell erfahren und verarbeitet werden muss. Beeinträchtigungen des Selbstwertgefühls und geringere Teilhabechancen sind hier als Stichworte exemplarisch.
Neben diesen individuellen Aspekten ist zu berücksichtigen, dass eine hohe Arbeitslosenquote auch negative Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Sozialsysteme hat.
Beide Aspekte (individuelle und gesellschaftliche Ebene) werden in den Angeboten und der Arbeit des ZBGs aufgenommen. Wir unterstützen z.B. Erwerbsloseninitiativen und Beschäftigungsgesellschaften, bieten Bildungsveranstaltungen für Erwerbslose an und arbeiten mit Gewerkschaften, Verbänden, Politik, Diakonie und katholischer Kirche zusammen. Damit leistet das ZBG einen Beitrag zur politischen Willensbildung bei der Bekämpfung von Erwerbslosigkeit und der zukünftigen Gestaltung des Sozialsystems in Deutschland.
Beim ZBG liegt die Geschäftsführung des Arbeitslosenfonds der EKHN sowie die Geschäftsführung der Vergabekommission „Arbeit und Qualifizierung“ der EKHN.

Dr. Julia Dinkel
Referentin für Wirtschaft, Arbeit und Soziales
Telefon: 06131 28744-55
julia.dinkel(at)ekhn.de