Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU)
Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) bilden die Art Unternehmen, die in Deutschland am häufigsten vorkommt. Das ist vielen Menschen nicht bewusst. KMU reichen von Kleinstunternehmen mit bis zu 9 Beschäftigten (z. B. kleine Handwerksbetriebe) bis hin zu kleineren Mittelständlern mit bis zu 250 Mitarbeitenden. Größere mittelständische Unternehmen beschäftigen oftmals bis zu 500 Menschen. Ein wesentliches Merkmal, das fast alle Unternehmen dieses Typs gemeinsam haben, ist die Einheit von Eigentum und Leitung. Das bedeutet, dass die Eigentümer eigenverantwortlich das Unternehmen führen und das unternehmerische Risiko sowie die Fürsorge für ihre Beschäftigten persönlich tragen. Das Unternehmen sichert die Erwerbs- und Existenzgrundlage der Eigentümer genauso wie die der Beschäftigten. Oftmals handelt es sich um Familienunternehmen, die schon lange in ihrer Region tätig sind.
Deutschlandweit zusammengefasst ist der Mittelstand einer der größten Arbeitgeber: Mehr als die Hälfte aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten arbeiten hier, und 4 von 5 Auszubildenden finden hier ihren Ausbildungsplatz. Das Kirchengebiet der EKHN bildet da keine Ausnahme; im Rheinland-Pfälzischen Teil sind sogar besonders viele KMU angesiedelt. Neben tagesaktuellen Herausforderungen wie Zöllen, geopolitischen Schieflagen oder knappen Rohstoffen müssen KMU immer wieder neue Antworten finden auf die drängenden Fragen unserer Zeit. Dazu gehören z. B. überbordende Bürokratie und Vorschriften, hohe Steuerbelastungen, Fachkräftemangel, Herausforderungen der Digitalisierung und der Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Wirtschaftspolitisch organisiert sind KMU meist in Unternehmensverbänden und Kammern.
Im Zentrum Bildung und Gesellschaft beschäftigen wir uns auf vielfältige Weise mit KMU. Wir arbeiten mit Verbänden und Kammern zusammen und bringen unsere Expertise im Bereich der Nachhaltigkeit und des Reportings mit ein. Darunter fallen z. B. Themen wie die Doppelte Wesentlichkeit und Herausforderungen von CO2-Bepreisungen. Wir führen Betriebsbesuche für die Menschen vor Ort durch, um die angesiedelten Unternehmen als wichtige Partner im Sozialraum kennen zu lernen. Regelmäßig organisieren wir einen überregionalen gemeinsamen Abend, um Menschen aus Kirche und Unternehmerschaft einen freien und ungezwungenen Austauschrahmen zu bieten.
Auch über Rheinland-Pfalz und Hessen hinaus knüpfen wir Bande zwischen Kirche und Unternehmen. Deutschlandweit beteiligen wir uns im Verband Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt (KWA). Zudem unterstützen wir aktiv die Aktion 5000 Brote – Konfis backen Brot für die Welt, für die wir eng mit der Bäckerinnung zusammenarbeiten.

Dr. Jennifer Achten-Gozdowski
Referentin für Wirtschaft, Arbeit und Soziales
Telefon: 06131 28744-44
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